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Den öffentlichen Raum neu erleben!
Wie gelingt ein erfolgreiches Pop-Up-Projekt im öffentlichen Raum? Auf dieser Seite finden Sie Antworten! Basierend auf den Erfahrungen zahlreicher Transformationsprojekte zeigen wir Ihnen hier die wichtigsten Erfolgsfaktoren – kompakt, praxisnah und hoffentlich inspirierend. Ob es um gute Kommunikation, lokale Netzwerke, starke Bilder und Narrative, partizipative Prozesse oder ästhetische Gestaltung geht: Wir haben zusammengetragen, was Projekte wirklich voranbringt. Unser Ziel ist es, Mut zu machen und unser Wissen und unsere Erfahrung zu teilen – damit gute Ideen im Straßenraum nicht nur gedacht, sondern auch gelebt werden.
Lassen Sie sich inspirieren, blättern Sie durch die Erfolgsfaktoren und erfahren Sie, wie Wandel im öffentlichen Raum gelingen kann – mit Herz, Verstand und Liebe zum Detail und natürlich mit ganz viel lokalem Engagement.
Neun Erfolgsfaktoren erfolgreicher Pup-Up-Projekte im Mobilitätsbereich
Lokale Person als treibende Kraft im Projekt
Eine gut vernetzte lokale Person, die sich für das Projekt verantwortlich fühlt, eng mit den Projektverantwortlichen bzw. den Entscheidungsträger:innen und der Verwaltung in allen relevanten Ebenen und Fachbereichen vor Ort zusammenarbeitet, treibt das Pop-Up-Projekt voran, sichert laufenden Fortschritt und dient als Vermittler:in.Die Einbindung einer gut vernetzten lokalen Person als Bindeglied zwischen den Projektverantwortlichen und der Gemeinschaft ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Pop-Up-Projekte. Diese Person hilft, Vertrauen aufzubauen, die Kommunikation zu verbessern, Engagement zu fördern und (oft durch das Projektteam unterstützt) Konflikte zu managen. Durch ihre lokale Expertise und ihre Netzwerke trägt sie dazu bei, dass das Projekt nachhaltig und erfolgreich umgesetzt werden kann. Idealer Weise existiert in dieser Person eine persönliche Identifikation mit dem Projekt, eine hohe Begeisterung für das Projekt, geprägt von Mut und Begeisterung. Und sehr wichtig: Es muss sichergestellt sein, dass diese Person auch über die notwendigen zeitlichen Ressourcen verfügt.


Überzeugende Bilder, Fotos bzw. Renderings
Hochwertige Bilder und Renderings mit klarem lokalen Bezug sind bei Pop-Up-Projekten im Mobilitätsbereich von zentraler Bedeutung, da sie komplexe Konzepte und Lösungen visuell greifbar machen und eine gemeinsame Sprache bzw. Motivation für alle Beteiligten schaffen.Es muss von Anfang an ein Budget eingeplant werden, um gute Bilder und hochwertige Renderings, die essentiell für den Projekterfolg von Pop-Up-Projekten im Mobilitätsbereich sind, professionell zu erstellen bzw. erstellen zu lassen. Diese können komplexe Konzepte bzw. Zusammenhänge visuell greifbar und verständlich machen und müssen die Gegebenheiten vor Ort abbilden – Hochglanzbilder aus anderen Projekten, Gemeinden, Städten oder Ländern sind hierzu nur sehr eingeschränkt geeignet – es fehlt der lokale Bezug. Projekte nachhaltiger Mobilität betreffen oft viele verschiedene Stakeholder:innen – von der breiten Öffentlichkeit bis hin zu Entscheidungsträger:innen und Investor:innen. Durch präzise Visualisierungen lassen sich abstrakte Ideen, wie etwa neue Verkehrslösungen, nachhaltige Stadtplanung oder innovative Fahrzeugkonzepte, anschaulich vermitteln. Sie schaffen eine gemeinsame visuelle Sprache, die Missverständnisse reduziert, und ermöglichen es, Akzeptanz und Begeisterung für Veränderungen zu wecken. Zudem wirken ansprechende Renderings emotional und inspirierend, was besonders wichtig ist, um das Vertrauen in neue Lösungen zu stärken und den Wandel aktiv zu gestalten. Eine enorme Bedeutung haben diese auch für die Pressearbeit, da hier sonst ggf. unpassendes bzw. nicht abgestimmtes Bildmaterial Verwendung findet – die Erfahrung zeigt, dass dies zu großen, unnötigen Diskussionen führen kann.
Narrative und Kommunikation
Eine erfolgreiche Umsetzung von Pop-Up-Projekten im Straßenraum erfordert mehr als nur technische Expertise und Planung. Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Erfolgsfaktor ist eine ausreichende Investition in die Entwicklung von Narrativen und in effektive Kommunikation.Die Bereitstellung ausreichender Mittel für die Narrativentwicklung und Kommunikation sollte von Beginn an in die Projektplanung einkalkuliert werden. Ein durchdachtes und finanziell ausreichend ausgestattetes Kommunikationskonzept ist ein Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg – immer aufbauend auf einer soliden Datenlage, auf evidenzbasierten Daten und Ergebnissen. Professionelle Kommunikation ermöglicht es, klare und ansprechende Botschaften zu entwickeln, die das Verständnis und die Akzeptanz in der Gemeinschaft erhöhen. Dies fördert eine breite Unterstützung und sorgt für einen reibungsloseren Projektverlauf. Auch die Narrativentwicklung sollte professionell aufgesetzt und begleitet werden – nur so entsteht eine optimale Lösung mit großer Akzeptanz. Narrative sollten einen starken, lokalen Bezug haben – hierbei sollten Perspektiven für eine lokale Zukunft im Fokus stehen, ein konkreter, lokaler Nutzen für eine möglichst große Gruppe der Betroffenen. Generell abstrakte Narrative wie „Das Klima retten“ oder „x Tonnen CO2 einsparen“ haben (derzeit leider) deutlich weniger Chance auf eine breite Akzeptanz.


Externe und neutrale Moderation | Mediation
Durch eine externe, neutrale und allparteiliche Moderation bzw. im Konfliktfall eine Mediation, werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gelegt und die Akzeptanz der Projektziele erhöht.Die Einbindung einer externen, neutralen Moderation | Mediation stellt sicher, dass alle Perspektiven fair gehört und berücksichtigt werden. Dieser unparteiische neutrale Zugang über eine dritte Person hilft, Interessenkonflikte zu minimieren und schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der offene und ehrliche Gespräche möglich sind. Diese Herangehensweise fördert eine ausgewogene Diskussion, bei der alle Parteien gleichbehandelt werden und die Entscheidungsfindung transparent und gerecht verlaufen kann. Diese Person sollte wenn möglich nicht aus dem Team der (externen) Planung kommen, da die Planung oft ein Angriffspunkt für z.B. Bürger:inneninitiativen ist – hier kann eine neutrale Moderationsrolle nicht sichergestellt werden. Ideal ist eine Person, die keiner der im Projekt involvierten Gruppen angehört. Der Aufwand dieser Moderation bzw. Mediation kann im Laufe eines Projekts nennenswert werden, ist aber jeden Euro wert! Auf jeden Fall sollte hierfür von Beginn an ausreichend Budget vorgesehen werden.
Stakeholder:innenanalyse – lokale Kompetenz
Eine umfassende Stakeholder:innenanalyse kombiniert mit lokaler informeller Kompetenz bildet eine solide Grundlage für erfolgreiche Pop-Up-Projekte im Straßenraum.Eine umfassende Stakeholder:innenanalyse hilft, die Interessen, Erwartungen, Perspektiven und möglichen Konfliktpunkte der beteiligten Gruppen zu identifizieren und zu berücksichtigen. Lokale Stakeholder:innen verfügen über wertvolles Wissen über die spezifischen Bedürfnisse, Gewohnheiten, Probleme, Möglichkeiten und auch Lösungen in der jeweiligen Umgebung. Dieses informelle Wissen kann oft Aspekte abdecken und Wissen generieren, das in formellen, technischen Analysen übersehen werden kann. Lokale Gemeinschaften haben oft eigene kulturelle und soziale Dynamiken, die bei der Planung von Projekten berücksichtigt werden müssen. Dies kann helfen, Projekte so zu gestalten, dass sie besser in die bestehende soziale Struktur passen. Lokale Stakeholder:innen und Gemeinschaftsorganisationen können eine wichtige Rolle bei der Vermittlung und Akzeptanz von Veränderungen spielen. Die Nutzung dieser Netzwerke kann helfen, Widerstände zu minimieren und Unterstützung zu gewinnen.


Maßgeschneiderte Ansprache und Einbindung
Die spezifische Einbindung der einzelnen Personen in Pop-Up-Projekte erfordert eine präzise Anpassung an ihre individuellen Bedürfnisse und Erwartungen. Es gilt systematisch herauszuarbeiten, wer was braucht – dies bildet die Grundlage für eine effektive und zielgerichtete Kommunikation. Hierbei sind Faktoren wie Inhalt, Form und Sprache von zentraler Bedeutung.Um alle Beteiligten erfolgreich einzubinden, müssen ihre unterschiedlichen Anforderungen, Präferenzen und Kompetenzen berücksichtigt werden. Dies umfasst maßgeschneiderte Inhalte, passende Kommunikationsformen und eine geeignete Sprache. Eine gezielte Ansprache sorgt dafür, dass jede Person sich ernst genommen fühlt und dass die Kommunikation nahtlos an ihre spezifischen Bedürfnisse anschließt. Durch diese individuelle Anpassung wird nicht nur das Engagement gefördert, sondern auch das Vertrauen in das Projekt gestärkt. Maßgeschneiderte Ansprache bedeutet auch Mehrsprachigkeit im Rahmen der Einbindung – hierzu ist zu erheben, welche Volksgruppen und damit Sprachen in welchen Anteilen jeweils relevant sind. Die Übersetzungen müssen von sehr hoher Qualität sein – nur dies erzeugt ein Gefühl von Wertschätzung aller Gruppen.
Professionelle und einheitliche Pressearbeit
Für eine effektive Pressearbeit ist es entscheidend, dass die Kommunikation klar, konsistent und visuell ansprechend gestaltet wird. Eine prägnante und einheitliche Pressearbeit, die sich auf ein zentrales Narrativ und gute Bilder bzw. Renderings stützt, stärkt die Botschaft und sorgt für eine einheitliche Wahrnehmung des Projekts.Eine erfolgreiche Pressearbeit sollte sich auf ein einheitliches Narrativ konzentrieren, das die Kernbotschaft klar und überzeugend vermittelt. Dazu gehört ein konsistentes Corporate Design (CD), das mit Liebe und Sorgfalt gestaltet ist, um Professionalität und Vertrauen zu fördern. Ergänzt wird dies durch ein starkes visuelles Element, wie ein prägnantes Bild oder eine Visualisierung, die das Narrativ visuell unterstützt und verstärkt. Diese Elemente zusammen sorgen dafür, dass die Pressearbeit prägnant, ansprechend und leicht verständlich ist, was zu einer effektiven und positiven Berichterstattung führt. Wichtig sind auch vertrauensvolle Pressepartnerschaften, in deren Zusammenarbeit professionelle Außenkommunikation ohne bewusste Querschläge oder Falschmeldungen erfolgen kann. Auch ist zu klären, wer die Pressearbeit macht: Die Kommune oder Stadt selbst, das Projektteam, die externe Moderation? Hier ist ein möglichst wenig vorbelasteter Weg einzuschlagen - lokale Kompetenz und Erfahrung für diese Entscheidung ist essentiell!


Hoher ästhetischer Anspruch für optimale Ergebnisse
Die Qualität der temporären Lösungen im Rahmen der Pop-Up-Projekte wird erheblich durch den ästhetischen Aufwand bzw. dessen Ergebnisse beeinflusst. Ein angemessener Aufwand für die Gestaltung und Durchführung der Pop-Up-Projekte trägt dazu bei, dass die Ergebnisse nicht nur funktional, sondern auch visuell ansprechend sind.Um Pop-Up-Projekte ästhetisch ansprechend zu gestalten, ist es wichtig, den erforderlichen Aufwand angemessen einzuplanen und zu investieren. Dies umfasst sowohl die visuelle Gestaltung der gezeigten Lösungen als auch die Auswahl geeigneter Materialien und Methoden, die eine hohe Qualität und Attraktivität gewährleisten. Ein sorgfältig geplanter und umgesetzter ästhetischer Aufwand verbessert nicht nur das Erscheinungsbild des Projekts, sondern fördert auch eine positive Wahrnehmung und Akzeptanz in der Gemeinschaft. Es muss in jeder Phase der Feldarbeit ein großes Bemühen um gute Lösungen spür- und erlebbar sein – nur dann fühlen sich die Bevölkerung bzw. weitere Stakeholder:innen ernst genommen bzw. bekommt das Projekt eine große Wichtigkeit und einen hohen Stellenwert, was essentiell für den Projekterfolg ist. Im Rahmen der Feldarbeit ist immer mit Planänderungen aufgrund unvorhergesehenen, externen Umständen zu rechnen – die Planung beinhaltet immer die Notwendigkeit zur Flexibilität und Anpassungsfähig in den Projektplänen.
Offene und ehrliche Partizipation vor Ort
Eine offene und ehrliche Partizipation vor Ort ist der Schlüssel zu erfolgreicher Projektintegration. Sie schafft Vertrauen, fördert die Zusammenarbeit und gewährleistet, dass die Bedürfnisse und Bedenken der Gemeinschaft angemessen berücksichtigt werden.Offene und ehrliche Partizipation bedeutet, dass alle Beteiligten die Möglichkeit haben, ihre Ansichten und Vorschläge frei zu äußern und dass diese ernst genommen werden. Durch transparente Kommunikation und aktive Einbindung vor Ort können Missverständnisse vermieden und Widerstände reduziert werden. Die Beteiligung der Gemeinschaft in einem ehrlichen und offenen Dialog fördert nicht nur die Akzeptanz, sondern stärkt auch die Identifikation mit dem Projekt. Diese authentische Partizipation bildet die Grundlage für eine erfolgreiche und integrative Umsetzung, die den Bedürfnissen und Erwartungen aller Stakeholder gerecht wird. Essentiell ist von Anfang an die Klarheit, was Gegenstand der Partizipation ist – wichtige Fragen hierzu sind u.A.: Was steht schon fest? Wo gibt es noch einen Spielraum? Wer wird wann und in welcher Form integriert? Wer trifft wann auf welcher Basis Entscheidungen?

Dürfen wir Sie bei Ihrem Projekt unterstützen?
Wir begleiten Städte und Gemeinden bei der erfolgreichen Umsetzung von Pop-Up-Projekten im Mobilitätsbereich – praxisnah, flexibel und auf Augenhöhe.Unsere Unterstützung orientiert sich an den neun Erfolgsfaktoren erfolgreicher Pop-Up-Projekte und reicht von der Identifikation lokaler Schlüsselpersonen über professionelle Visualisierungen, wirkungsvolle Kommunikation, Narrativentwicklung und externe Moderation und ggf. Mediation bis hin zu ästhetisch hochwertiger Feldarbeit und ehrlicher Partizipation vor Ort. Ob es um gezielte Stakeholder:innenanalysen, maßgeschneiderte Einbindung oder eine einheitliche Pressearbeit geht – wir sorgen dafür, dass jedes Projekt mit lokalem Bezug, klarer Haltung und nachhaltiger Wirkung umgesetzt werden kann. So schaffen wir gemeinsam mit Ihnen sichtbare Veränderungen und breite Akzeptanz für neue Wege in der Mobilität.
Wer sind wir? Ein Netzwerk aus der Zusammenarbeit über mehrere Jahrzehnte in Praxis und Wissenschaft unter der Leitung von DI Dr. Alex Neumann:
Aus der Praxis:
- netwiss (Mobilität, Stakeholder:innen-Analysen, Förderungsberatung)
- tbwr (Mobilität, Straßenraumgestaltung, Genderbegleitung)
- Urban Innovation Vienna (Stadtplanung, Prozessgestaltung)
- mediative solutions (Moderation, Mediation, Kommunikation, Narrativentwicklung)
- Irene Fuchs Design (Graphik, Visualisierungen)
- IT Kaufmann (Web, IT-Lösungen, APP-Entwicklung)
Aus der Wissenschaft:
- BOKU Wien, Institut für Verkehrswesen
- TU Wien, Forschungsbereich Verkehrssystemplanung
- Universität Innsbruck, Intelligente Verkehrssysteme
- CMC - Centre for Mobiltiy Change
Und hier finden Sie ein sehr umfassendes Fallbeispiel aus der letzten Zeit: TorZurStadt Klagenfurt
